Karlstadt am Main kann man am besten bei einer Stadtführung entdecken

(djd). Wer eine Reise nach Franken plant, sollte sich die „Perle am Main“ nicht entgehen lassen: So wird das reizvolle Karlstadt mit gutem Recht genannt. Denn die Stadt verfügt nicht nur über eine der schönsten Ortssilhouetten in Franken, sondern hat in der warmen Jahreszeit zudem ein beinahe mediterranes Ambiente zu bieten. Geschichtsträchtige Gebäudeensembles lassen in die Vergangenheit blicken, jenseits des Mains hat man von der Ruine der Karlsburg aus eine faszinierende Aussicht auf die Stadt und das fränkische Weinland. Für eine Entdeckungstour sollte man sich genügend Zeit nehmen. Zu den Glanzpunkten gehören die romanisch-gotische Stadtpfarrkirche, das Historische Rathaus, die Tore und Türme der Stadtbefestigung sowie die Bürgerhäuser mit ihren Fachwerkfassaden. Am meisten über das heutige und frühere Leben lernen Besucher bei einer Stadtführung. Welche Stadtführungen wann angeboten werden, erfährt man unter www.karlstadt.de und per Telefon unter 09353-906688.

 

Die Renovierung vor etwa 25 Jahren gab dem "Katzenturm" die Farbfassung zurück, mit der er im 16. Jahrhundert bemalt worden war.
Die Renovierung vor etwa 25 Jahren gab dem „Katzenturm“ die Farbfassung zurück, mit der er im 16. Jahrhundert bemalt worden war.
Foto: djd/Stadt Karlstadt

 

Sturz auf den Reisighaufen

So werden beispielsweise spannende Kostümführungen veranstaltet. Passend zum Thema verwandeln sich die Stadtführer in ihre jeweilige Figur. Der Karlstadter Türmer etwa führt im historischen Gewand über 156 Stufen in den 31 Meter hohen, mittelalterlichen „Katzenturm“, dort erfährt man Historisches und Heiteres aus dem Leben eines Türmers und kann auf Wunsch in luftiger Höhe eine „Türmerbrotzeit“ mit Griebenschmalz, Brot und Wein in der Türmerstube genießen.

 

Der Karlstadter Türmer führt im historischen Gewand über 156 Stufen in den 31 Meter hohen, mittelalterlichen "Katzenturm", dort erfährt man Historisches und Heiteres aus dem Leben eines Türmers.
Der Karlstadter Türmer führt im historischen Gewand über 156 Stufen in den 31 Meter hohen, mittelalterlichen „Katzenturm“, dort erfährt man Historisches und Heiteres aus dem Leben eines Türmers.
Foto: djd/Stadt Karlstadt

 

Der obere Torturm von etwa 1350 bildet den südlichen Zugang zur Stadt und war bis Anfang des 20. Jahrhunderts Sitz des Stadttürmers. Im Volksmund heißt er „Katzenturm“, seit der letzte Türmer beim Heraufziehen von Brennholz einen Sturz aus dem vorletzten Stockwerk auf einen großen Reisighaufen in der Hauptstraße wie eine Katze unbeschadet überstand. Die Renovierung vor etwa 25 Jahren gab dem Torturm die Farbfassung zurück, mit der er im 16. Jahrhundert bemalt worden war. Seitlich ist ein Kreuzigungsrelief aus dem 15. Jahrhundert eingemauert, das in der Tordurchfahrt als „Beichtmarter“ letzte Station zum Tode Verurteilter auf dem Weg zum Richtplatz war.

 

Blick auf den "Katzenturm": Der obere Torturm von etwa 1350 bildet den südlichen Zugang zur Stadt und war bis Anfang des 20. Jahrhunderts Sitz des Stadttürmers von Karlstadt.
Blick auf den „Katzenturm“: Der obere Torturm von etwa 1350 bildet den südlichen Zugang zur Stadt und war bis Anfang des 20. Jahrhunderts Sitz des Stadttürmers von Karlstadt.
Foto: djd/Stadt Karlstadt

 

Unterwegs mit Hermann und Hermine

Eine Stadtführung der besonderen Art durch Karlstadt kann man auch mit den beiden Kabarettisten Hermann und Hermine erleben, bekannt aus der Sendung „Fastnacht in Franken“. Mit trockenem Humor und deftigem fränkischen Dialekt bieten sie 90 Minuten amüsante Unterhaltung. Unterhaltsam geht es ebenfalls bei der Führung „Mit dem Amtskeller Johann Schrautenbach auf die Karlsburg“ zu – eine Zeitreise in die turbulente Zeit des Bauernkrieges, der bedrängten Fürstbischöfe und widerspenstigen Karlstadter.

 

Eine Stadtführung der besonderen Art durch "Karscht" - wie die Einheimischen ihren Heimatort nennen - gezerrt kann man mit den beiden Kabarettisten Hermann und Hermine erleben.
Eine Stadtführung der besonderen Art durch „Karscht“ – wie die Einheimischen ihren Heimatort nennen – gezerrt kann man mit den beiden Kabarettisten Hermann und Hermine erleben.
Foto: djd/Stadt Karlstadt

 

Stadtführungen in Karlstadt

– „Karlstadt – auf Schritt und Tritt ein Erlebnis“: Die Stadt und ihre über 800-jährige Geschichte.
– „Karlstadt im Wandel der Zeit“: Wissenswertes über historische Bauwerke der Altstadt, das Markttreiben und das Handwerk.
– „Let me infotain you“: Altstadtführung mit Liedern und Gedichten.
– „Von Hermann & Hermine durch Karscht gezerrt“: Stadtführung der besonderen Art.
– „Türmerführung Katzenturm“.
– „Unterwegs mit dem Scharwächter“: Altstadtrundgang bei Laternenlicht und historischen Anekdoten.
– „Wie & Wo die Orgelpfeifen pfeifen“: Eine Orgel besichtigen und erleben auf besondere Art und Weise.
– Offene Stadtführung „Fünf vor zwölf“ von Mai bis Oktober jeweils samstags um 11.55 Uhr (Treffpunkt Tourist-Information Karlstadt, Hauptstraße 9-11).

 

In Karlstadt ist kulturell viel geboten - etwa bei den "Kultur Häppli", sie finden in diesem Jahr am 2. Oktober statt.
In Karlstadt ist kulturell viel geboten – etwa bei den „Kultur Häppli“, sie finden in diesem Jahr am 2. Oktober statt.
Foto: djd/Stadt Karlstadt

 

[amazon_link asins=’3899333322,B073WGB666,3955402347′ template=’ProductGrid‘ store=’urlaubslanddeutschland‘ marketplace=’DE‘ link_id=’d6d67344-a621-11e8-9a9c-9d17a47789ef‘]