Genussregion für bewegungshungrige Slow-Food-Freunde

 

(djd). Der Rupertiwinkel ist bekannt für die wärmsten Badegewässer Oberbayerns. In der hügeligen Voralpenlandschaft rund um Waginger und Tachinger See kommen aber nicht nur Wanderer, Radler und Wassersportler auf ihre Kosten. Hier wird traditionelle Landwirtschaft mit großer Innovationsfreude betrieben und in der heimischen Gastronomie vieles verarbeitet, was direkt in der Region gedeiht und hergestellt wird: Bio-Gemüse, Produkte aus Hofkäsereien, Fleischspezialitäten vom Ruperti-Rind oder Renken aus den Seen. Einige Landwirte bauen alte Getreidesorten wie Emmer an und liefern Bio-Braugerste für die „Waginger See Hoibe“.

 

Rupertiwinkel - Eine Kulinarische Reise durch Oberbayern
In vielen Dorfwirtschaften treffen sich Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude.
Foto: djd/Tourist-Info Waginger See/Michael Namberger

 

Rupertiwinkel – Von einem Genussort zum nächsten

*
Bewegungshunger und Genussfreude lassen sich rund um Waging am See und Fridolfing leicht verbinden. Die beiden Dörfer liegen in der staatlich anerkannten Ökomodellregion und wurden als zwei von „100 Genussorten“ ausgezeichnet. Die „schmackhaftesten“ Plätze der Region lernt man am besten auf einer Radtour kennen. Als Stopps eignen sich beispielsweise Attl’s Bio-Milchziegenhof oder der Huberhof, wo unter anderem Schwäbisch Hällische Weideschweine leben und sich auf den Wiesen mit Klee und Kräutern satt fressen. Diese zwei Betriebe werden in der Erstausgabe des „Genussmagazins“ (als Download unter www.waginger-see.de**) vorgestellt. Lesenswert sind aber auch die anderen 24 Geschichten, die erzählen, wo es Heumilcheis gibt und welche „Schnapsideen“ auf dem Bauernhof entstehen.

 

Schwäbisch Hällische Weideschweine im Rupertiwinkel
Die Schwäbisch Hällischen Weideschweine vom Huberhof werden artgerecht gehalten und können sich auf den Wiesen satt essen.
Foto: djd/Tourist-Info Waginger See/Michael Namberger

 

Wilder Kaiserschmarrn

Der „Wilde Kaiserschmarrn“ ist eine außergewöhnliche Variante der beliebten Mehlspeise und stammt aus dem Genussort Waging am See im Rupertiwinkel. Verwendet wird unter anderem Blauschimmelkäse aus der dortigen Käserei.

Zutaten:

– 125 g Blauschimmelkäse
– 320 g Mehl
– 0,6 l Milch
– 6 Eigelb
– 6 Eiweiß
– 40 g flüssige Butter
– Salz, Pfeffer, Muskat
– 1 EL Schnittlauchröllchen
– 1 EL gehackte Petersilie
– Knoblauch
– Crème fraîche
– Pilze (Steinpilze, Kräutersaitlinge oder Egerlinge)
– eingelegte Preiselbeeren
– knuspriger Speck

 

Rezept für den Wilde Kaiserschmarrn - Rupertiwinkel - Eine Kulinarische Reise durch Oberbayern
Der „Wilde Kaiserschmarrn“ mit Blauschimmelkäse aus Waging am See ist eine außergewöhnliche Variante der beliebten Mehlspeise.
Foto: djd/Bergader Privatkäserei

 

Zubereitung:

Mehl mit Milch, Eigelb, 1 Prise Salz, etwas Muskat und Pfeffer zu einem glatten Teig verrühren. Zerbröselten Blauschimmelkäse, Crème fraîche, flüssige Butter, frische Kräuter und etwas gehackten Knoblauch dazugeben. Eiweiß steif schlagen und unter den Grundteig heben. In einer Pfanne Rapsöl heiß werden lassen und den Teig hineingeben. Schmarrn von beiden Seiten goldgelb anbacken, mit zwei Gabeln zerzupfen und im Backofen kurz warm stellen. Pilze putzen, in Scheiben schneiden und kurz scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. Danach den Schmarrn mit den gebratenen Pilzen und dem Speck mischen und mit den Preiselbeeren servieren.

 

Blick über den Waginger See im Rupertiwinkel
Rund um Waginger und Tachinger See reiht sich ein Genussort an den anderen.
Foto: djd/Tourist-Info Waginger See/Richard Scheuerecker

 

*
Gegenden, in denen Natur und Landwirtschaft, Tradition und Innovationsfreude eine große Rolle spielen, sind oft auch beliebte Genussregionen. Der oberbayerische Rupertiwinkel rund um Waginger und Tachinger See etwa hat sich in den vergangenen Jahren als staatlich anerkannte Ökomodellregion auch in Slow-Food-Kreisen einen Namen gemacht. Unter www.waginger-see.de** gibt es viele Tipps rund um die preisgekrönten Genussorte der Region. Die erste Ausgabe vom „Genussmagazin“ nimmt bewegungshungrige Feinschmecker außerdem mit auf eine kulinarische Reise zu Öko-Bauern und ihren glücklichen Schweinen und zeigt, was heimische Küchenchefs mit den Produkten der Region auf den Teller zaubern.

 

Kälbchen auf einem Ökohof im Rupertiwinkel
Natur und Landwirtschaft prägen die Voralpenlandschaft rund um den Waginger See.
Foto: djd/Tourist-Info Waginger See/Michael Namberger