In Weiden in der Oberpfalz erinnern Baudenkmäler an die lange Historie der Stadt

(djd). Städtereisen stehen bei Deutschen hoch im Kurs. Laut einer Umfrage von Statista war dieser Urlaubstyp im vergangenen Jahr mit 61 Prozent besonders gefragt. Doch zieht es längst nicht alle Stadttouristen in die hektischen Metropolen mit ihren gläsernen Skylines. Auch in kleineren Städten gibt es viel zu entdecken. Zudem vermitteln sie mit ihrem bodenständigen Flair ein Gefühl von Heimat und Gemütlichkeit.

 

Farbenfroh gruppieren sich die Renaissance-Gebäude entlang des Marktplatzes von Weiden.
Farbenfroh gruppieren sich die Renaissance-Gebäude entlang des Marktplatzes von Weiden.
Foto: djd/Tourist-Information Stadt Weiden i. d. OPf.

 

Farbenfroher Stilmix

Mit charmantem Lokalkolorit präsentiert sich Weiden in der Oberpfalz. Hier heißen die Straßen noch Gassen und die Kartoffeln Erdäpfel, weshalb die Oberpfalz oft den Namen „Erdäpfelpfalz“ trägt. Die farbenfrohen Fassaden der Renaissance-Gebäude entlang des Marktplatzes und das zauberhafte Glockenspiel am Alten Rathaus verbreiten eine heitere Atmosphäre. Beim Spaziergang durch die Altstadt oder entlang der Stadtmauer mit Wehrgängen aus dem 13. Jahrhundert trifft man auf zahlreiche eindrucksvolle Baudenkmäler. Sie stammen aus verschiedenen Epochen und zeugen von der weit zurückreichenden Historie der im Jahr 1241 erstmals urkundlich erwähnten Stadt. Eine Übersicht über die schönsten Gebäude, Plätze und Parkanlagen gibt es unter www.weiden-tourismus.info.

 

Vom Turm der Michaelskirche eröffnet sich ein weiter Blick über die Stadt.
Vom Turm der Michaelskirche eröffnet sich ein weiter Blick über die Stadt.
Foto: djd/Tourist-Information Stadt Weiden i. d. OPf.

 

Auf den Spuren Max Regers

Sehenswert ist zum Beispiel die neuromanische Kirche St. Josef mit ihren zwei Türmen. Im Inneren erkennt man an der Darstellung und Ausgestaltung den Jugendstil. Wunderschön erstrahlt das reich verzierte Deckengewölbe mit verschieden geformten und bemalten Stuckrosetten. Nur ein paar Ecken entfernt lohnt ein Besuch der Barockkirche St. Michael. Bei einer Turmführung bietet sich ein weiter Ausblick in die Umgebung. Und Freunde der Kirchenmusik sollten ein Orgelkonzert besuchen, denn sowohl die große Max-Reger-Orgel als auch die hervorragende Akustik sorgen für ein beeindruckendes Hörerlebnis. Die Namensgebung verdankt die Orgel übrigens dem berühmtesten Sohn der Stadt: Max Reger wuchs in Weiden auf, erhielt dort schon früh Musikunterricht und zählt heute zu den bekanntesten Komponisten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Eine spezielle Themenführung folgt dem Leben des Orgel-, Orchester- und Kammermusikers und ermöglicht auch einen Einblick in sein ehemaliges Wohnhaus. Zudem ziehen die jährlich stattfindenden Max-Reger-Tage zahlreiche Besucher in ihren Bann.

 

Das Deckengewölbe in der Josefskirche ist im Jugendstil gestaltet und mit zahlreichen Stuckrosetten verziert.
Das Deckengewölbe in der Josefskirche ist im Jugendstil gestaltet und mit zahlreichen Stuckrosetten verziert.
Foto: djd/Tourist-Information der Stadt Weiden i. d. Opf./Thomas Kujat

 

Shoppen und Schlemmen

Wegen ihrer langen Porzellantradition wird Weiden gerne die Stadt des weißen Goldes genannt. Seltmann und Bauscher sind die bis heute ansässigen traditionsreichen Manufakturen. Das hochwertige Geschirr kann direkt im Werksverkauf erworben werden. Auch das international bekannte Mode-Versandhaus Witt Weiden bietet Einkaufsmöglichkeiten vor Ort. Wer gerne in kleinen, feinen Geschäften stöbert, wird rund um den Marktplatz in zahlreichen inhabergeführten Fachgeschäften und edlen Boutiquen fündig. Zudem laden Cafés und gemütliche Gasthäuser zum Verweilen ein. Auf dem Speiseplan stehen immer auch die Spezialitäten der Oberpfälzer Küche, beispielsweise Dotsch und Knödel. Weitere Informationen gibt es unter www.weiden-tourismus.info.

 

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