Pracht und Mythos des Mittelalters an der Straße der Romanik

(djd). Der frühere Bischofssitz Halberstadt ist eine herausragende Station auf der Straße der Romanik, die in ganz Sachsen-Anhalt über 80 romanische Bauwerke, Klöster, Dome, Dorf- und Backsteinkirchen verbindet. Das 25. Jubiläum dieser beliebten Tourismusroute wird durch die „Schatzjahre Halberstadt 2018-2020“ verstärkt. Drei Jahre lang werden bedeutende Jubiläen in romanischen Bauten, von historischen Persönlichkeiten und aus der jüngeren Stadtgeschichte, die unerwartet reich an kulturellen Schätzen ist, gefeiert.

Am Halberstädter Domplatz sind gleich zwei romanische Bauten zu bestaunen: die viertürmige Basilika der Liebfrauenkirche sowie der Dom St. Stephanus und St. Sixtus mit seinem vor zehn Jahren wiedereröffneten Domschatz, einem der umfangreichsten und kostbarsten Kirchenschätze der Welt.

 

Der Halberstädter Dom ist ein herausragendes Glanzlicht an der Straße der Romanik.
Der Halberstädter Dom ist ein herausragendes Glanzlicht an der Straße der Romanik.
Foto: djd/Halberstadt Information/U. Schrader

 

Der weltberühmte Domschatz

Der imposante Dom zu Halberstadt wurde vom 13. bis 15. Jahrhundert nach dem Vorbild französischer Kathedralen erbaut. In den Fenstern des Domchores erstrahlen 290 Glasmalereien und die monumentale Triumphkreuzgruppe gilt als Meisterwerk mittelalterlicher Bildschnitzer. In der Dauerausstellung des Domschatzes, die 2008 neu eröffnet wurde, wird der Mythos des Mittelalters lebendig: Hier sind prächtige liturgische Gewänder, fein gegossene Bronzearbeiten und Goldschmiedewerke, Skulpturen und Altarbilder sowie weltberühmte, einzigartige Wandteppiche zu bewundern. Höhepunkt des Rundgangs ist die Schatzkammer, die eine Fülle glitzernder Goldschmiede- und Elfenbeinarbeiten zeigt.

 

Im Chorumgang des Halberstädter Doms erstrahlen kostbare mittelalterliche Glasmalereien.
Im Chorumgang des Halberstädter Doms erstrahlen kostbare mittelalterliche Glasmalereien.
Foto: djd/Halberstadt Information/Domschatz/E. Egner

 

Klosterkirche und Wasserburg

Vor den Toren Halberstadts liegen weitere bedeutende Stationen an der Straße der Romanik: Im grünen Harzvorland ragt die mächtige Huysburg empor, gegründet 1084 als Benediktinerkloster und noch heute von Mönchen bewohnt, die dort auch ein Tagungs- und Gästehaus sowie ein Café betreiben. Die Klosterkirche ist eine dreischiffige romanische Basilika, die im Wesentlichen unverändert geblieben ist. Unbedingt sehenswert ist auch die Westerburg. Nordwestlich von Halberstadt gelegen zählt sie zu den ältesten und besterhaltenen romanischen Wasserburgen Deutschlands. Ihre Ursprünge liegen im 8. Jahrhundert und heute beherbergt sie ein exklusives Hotel.

 

Die romanische Liebfrauenkirche ist das älteste Bauwerk am Halberstädter Domplatz.
Die romanische Liebfrauenkirche ist das älteste Bauwerk am Halberstädter Domplatz.
Foto: djd/Halberstadt Information

 

Kulturreisen nach Halberstadt

Anlässlich der Schatzjahre 2018-2020 bietet Halberstadt verschiedene Pauschalreisen an, mit denen die Besucher Geschichte und Geschichten der Domstadt in Sachsen-Anhalt auf bequeme Art erleben können. Prächtige Sakralbauten und filigrane Fachwerkensembles zeigen den Reichtum Halberstadts im Mittelalter. Heute überrascht die Stadt mit einer unerwarteten Vielfalt von Kunst und Kultur.

Zwei Übernachtungen mit Frühstück, Museumskombiticket, Führungen durch die Stadt, den Dom und Domschatz, die Liebfrauenkirche und das Burchardikloster, mit dem langsamsten Musikstück der Welt, beinhaltet die Pauschale „Schätze der Romanik 2018“.

Information und Buchung unter www.halberstadt-tourismus.de**

 

Wasserschloss Westerburg - eine der ältesten und besterhaltenen Wasserburgen Deutschlands.
Wasserschloss Westerburg – eine der ältesten und besterhaltenen Wasserburgen Deutschlands.
Foto: djd/Halberstadt Information/Wasserschloss Westerburg