Reizvoller Radfernweg: Der „Mönchsweg“ führt auf 1.000 Kilometern bis Dänemark

(djd). Auf knapp 1.000 Kilometern durch Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein bis nach Roskilde: Der sogenannte Mönchsweg führt als Radfernweg quer durch drei Bundesländer nach Dänemark, hier heißt er dann „Munkevejen“. Die Strecke hat ihren Ursprung in der Christianisierung des Nordens im Mittelalter und folgt den Spuren der Mönche. Sie erhält ihren besonderen Reiz durch eine Landschaft, die bis heute geprägt ist von ihren jahrhundertealten, aus Feld- und Backsteinen errichteten Kirchen. Alle Informationen sowie eine kostenlose Broschüre mit Etappenvorschlägen und einem Unterkunftsverzeichnis gibt es unter www.moenchsweg.de und unter Telefon 0431-12850873.

 

Auf dem "Mönchsweg" passieren die Radfahrer über 100 Kirchen, unter anderem die Fachwerkkirche St. Marien in Großenwörden im niedersächsischen Landkreis Stade aus dem Jahr 1636.
Auf dem „Mönchsweg“ passieren die Radfahrer über 100 Kirchen, unter anderem die Fachwerkkirche St. Marien in Großenwörden im niedersächsischen Landkreis Stade aus dem Jahr 1636.
Foto: djd/Mönchsweg e.V./Tourismusverband Landkreis Stade e.V./M. Elsen

 

Norddeutsche Landschaft und der Reiz von über 100 Kirchen

Die gesamte Strecke ist durchgängig in beide Richtungen beschildert und verläuft weitgehend auf asphaltierten Wegen durch eine meist flache Landschaft, größere Steigungen bietet nur die Holsteinische Schweiz. Erholung für die Sinne bietet die vielfältige norddeutsche Landschaft, über 100 Kirchen laden zu Ruhe und Besinnung ein. Die Route startet in Bremen, sehenswert sind das Unesco-Welterbe Rathaus, der Roland und der Marktplatz mit dem St. Petri Dom. Unweit von Bremen lockt das Künstlerdorf Fischerhude, Richtung Nordosten passiert man die Klosteranlagen in Zeven und Harsefeld, um dann das Alte Land zu erreichen, das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Nordeuropas. Von der malerischen Hansestadt Stade aus geht es über das Christkinddorf Himmelpforten und Wischhafen mit der Elbfähre ins schleswig-holsteinische Glückstadt. Auf idyllischen Wegen am Stördeich und im Segeberger Forst lässt sich die Ruhe genießen. Im Kloster Nütschau wird die jahrhundertealte Tradition mönchischen Lebens erlebbar. Malerische Anblicke bietet die Hügellandschaft der Holsteinischen Schweiz, eingebettet darin liegen Seen sowie die Schlösser Plön und Eutin. Entlang der Küste führt der Weg zu weißen Ostseestränden, dem Kloster Cismar und auf die Sonneninsel Fehmarn. In Dänemark setzt sich der Radweg von Rødby bis Roskilde fort.

 

Meeresblick inklusive: An der Küste führt der "Mönchsweg" auch zu weißen Ostseestränden.
Meeresblick inklusive: An der Küste führt der „Mönchsweg“ auch zu weißen Ostseestränden.
Foto: djd/Mönchsweg e.V./P. Köster

 

Neue App und aktualisiertes Radtourenbuch

Im Sommer 2018 wird eine neue Mönchsweg-App erscheinen, vorerst nur für Smartphones mit dem Betriebssystem Android und für den Abschnitt in Schleswig-Holstein. Sie enthält Basisdaten wie eine zoombare Karte, Infos über Kirchen, Unterkünfte, Gastronomie und Fahrradservice. Zudem fungiert Missionar Bruno von Faldera als Reiseführer und erzählt spannende Geschichten aus der Zeit der Christianisierung in Texten, Audiofiles und Videos. Im Juli 2018 erscheint zudem das bikeline-Radtourenbuch in aktualisierter Auflage, bestellbar für 14,90 Euro unter info@moenchsweg.de. Der Versand selbst ist kostenlos.

 

Im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme) können die Radfahrer am Melkhus in Nartum Station machen und sich genussvoll stärken. Drei weitere Melkhüs am Weg halten erfrischende Köstlichkeiten bereit.
Im niedersächsischen Landkreis Rotenburg (Wümme) können die Radfahrer am Melkhus in Nartum Station machen und sich genussvoll stärken. Drei weitere Melkhüs am Weg halten erfrischende Köstlichkeiten bereit.
Foto: djd/Mönchsweg e.V./U.Fischer/TouROW

 

Highlights auf dem „Mönchsweg“

Auswahl der Sehenswürdigkeiten für den deutschen Teil des Radfernwegs:

1. Bremen: Unesco-Welterbe Rathaus und Roland, Marktplatz mit St. Petri Dom, Stadtmusikanten, pittoreskes Schnoorviertel

2. Fischerhude: Otto Modersohn Museum, Landschaftsmalerei

3. Klosterpark Harsefeld, Fundamente des mittelalterlichen Benediktinerklosters

4. Altes Land mit Elberadwanderbus

5. Hansestadt Stade

6. Bibelgärten in Bremen, Horstedt, Wahlstedt und Neustadt-Pelzerhaken als Orte der Ruhe

7. Schloss Eutin, herzoglicher Schlossgarten

8. Kloster Nütschau mit jahrhundertealter Tradition mönchischen Lebens und Übernachtungsmöglichkeit

9. Mittelalterliches Kloster Cismar, mit Kunstausstellungen

10. Ostseeinsel Fehmarn mit Meereszentrum

Weitere Infos findet man unter www.moenchsweg.de.

 

Die Fehmarnsundbrücke verbindet die Ostseeinsel Fehmarn mit dem Festland.
Die Fehmarnsundbrücke verbindet die Ostseeinsel Fehmarn mit dem Festland.
Foto: djd/Mönchsweg e.V./Mönchsweg e.V./M. Konstanti

 

[amazon_link asins=’385000497X,380421424X,3866862334′ template=’ProductGrid‘ store=’urlaubslanddeutschland‘ marketplace=’DE‘ link_id=’86b1be14-9195-11e8-b381-ef575e39633e‘]