Zu Besuch bei den Hohenzollern in Ansbach

 

(djd). Glanz und Gloria, Prunk und Pracht: Die mittelfränkische Stadt Ansbach war fast 500 Jahre lang der Herrschaftssitz der Hohenzollern. Durch 27 original eingerichtete Prunkräume kann man heute in der Markgräflichen Residenz schlendern und sich dabei im Glanz vergangener Zeiten verlieren. Im doppelgeschossigen Festsaal beeindruckt das prächtige Deckenfresko und die „Gotische Halle“ beherbergt eine der größten Sammlungen von Fayencen und Porzellan aus der ehemaligen Ansbacher Manufaktur. Das erlesene Spiegelkabinett ist mit Kostbarkeiten aus Porzellan üppig dekoriert.

 

Raschelnde Reifröcke und prächtige Roben beherrschen das Bild bei den Rokoko-Festspielen in Ansbach
Raschelnde Reifröcke und prächtige Roben beherrschen das Bild bei den Rokoko-Festspielen.
Foto: djd/Stadt Ansbach

 

Flanieren wie der Adel

Zur Residenz gehört ein nicht minder prächtiger Hofgarten im französisch-barocken Stil. Genau wie damals laden die kunstvoll angelegten Wege auch heute noch zum Flanieren ein – vorbei an der Doppel-Allee aus Lindenbäumen, durch den großzügigen Kräutergarten, in dem es würzig duftet bis zur prachtvollen Orangerie, die das Herzstück des Gartens bildet.
Spannende Themen- und Kostümführungen lassen die Besucher Ansbachs in die bewegte Geschichte der Stadt eintauchen und bei der Bratwurstführung sogar kulinarisch entdecken. Und für Gäste, die die barocken Fassaden und Innenhöfe im Renaissancestil lieber auf eigene Faust entdecken möchten, stehen Audio-Guides zur Verfügung. Bei diesem Rundgang lauscht man den amüsanten Dialogen zwischen dem Studenten Georg und der Markgräfin Christiane Charlotte von Brandenburg-Ansbach.

 

Die Anscavallo-Skulptur belebt den Schlossplatz von Ansbach mit der herrschaftlichen Residenz im Hintergrund.
Die Anscavallo-Skulptur belebt den Ansbacher Schlossplatz mit der herrschaftlichen Residenz im Hintergrund.
Foto: djd/Stadt Ansbach

 

Buntes Treiben bei den Rokoko-Festspielen

Wer noch tiefer in die höfische Kultur von damals eintauchen möchte, sollte sich die Rokoko-Festspiele vom 29. Juni bis 3. Juli 2018 im Hofgarten nicht entgehen lassen. Musik und Tanz, die markgräfliche Reiterei, Hofdamen in feinen Roben und stattliche Kavaliere sorgen für eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert. Beim Sommerlichen Maskenfest am Freitagabend mischen sich die Adligen in bezaubernden Kostümen und mit venezianischen Masken unter allerhand fahrendes Volk. Ein buntes Feuerwerk mit musikalischer Untermalung beschließt das Fest. Am 1. Juli findet zudem der „Tag der Franken“ unter dem Motto „Essen in Franken“ statt. Die fränkische Küche mit ihren regionalen Spezialitäten wird dabei genauso präsentiert wie frühere Essgewohnheiten und Informatives rund um das Thema Kulinarik.

 

Den Abschluss der Abendveranstaltungen der Rokoko-Festspiele in Ansbach bildet das funkelnde Barockfeuerwerk.
Den Abschluss der Abendveranstaltungen der Rokoko-Festspiele bildet das funkelnde Barockfeuerwerk.
Foto: djd/Stadt Ansbach

 

Arrangements für Kurzurlauber

Durch ihren Reichtum an historischen Sehenswürdigkeiten und Schätzen nimmt Ansbach eine besondere Stellung unter den Städten Frankens ein und ist vor allem für Kulturinteressierte ein reizvolles Ausflugsziel. Mit dem Pauschalangebot „Ansbach entdecken“ (ab 109 Euro pro Person im DZ) ist bereits alles organisiert für einen entspannten Wochenendaufenthalt in der einstigen Hohenzollern-Residenz.
Ein spezielles Arrangement (ab 195 Euro pro Person) wird zu den Rokoko-Festspielen angeboten. Es umfasst unter anderem zwei Übernachtungen, Eintrittskarten für die Veranstaltungen am Rokoko-Wochenende und eine Stadtführung. Detaillierte Informationen zu diesen und anderen Arrangements gibt es unter www.ansbach.de**.

 

Schöne Ziele in der Umgebung können bequem von Ansbach aus mit dem Rad entdeckt werden.
Schöne Ziele in der Umgebung können bequem von Ansbach aus mit dem Rad entdeckt werden.
Foto: djd/Stadt Ansbach